„Oh Tannenbaum, mein Nervenkostüm, das hängt am Zaun“

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Trotz der Vorfreude im Advent, gibt jedes Jahr immer mehr zu tun und man hinkt den eigentlich entspannenden Tagen hinterher und hat das Gefühl nie fertig zu werden.

Da wird die Aussendeko, für die man früher einen Tag brauchte, in drei Tagen immer noch nicht fertig. Weil, ein neues Rentier hinzukam und die günstigen LED-Leuchten schließlich mit Batterie funktionieren, noch fünf Stück obendrauf. Waren ja günstig, also müssen diese 6 Teile noch verbaut werden. Der Trend geht ja zum Zweitbaum für draußen. Natürlich festlich geschmückt und glanzvoll beleuchtet. Ein Adventskranz für den Balkontisch noch schnell gezaubert und fertig ist die Weihnachtsdeko, welche Menschen aus anderen Dörfern herlockt um das geschmückte Haus zu bestaunen. Das hat zur Folge, dass wir jetzt schon, ganz am Anfang des Adventes, fix und fertig sind.

Natürlich muss auch drinnen die Stube glänzen

Bevor die Kisten aus dem Keller und vom Boden geholt, wurde schon kräftig eingekauft. Schließlich konnte man hier und da nicht widerstehen. Bis man aufmacht die Kisten und Kasten und einem eine dort fast identische Deko in die Hände fällt. Egal, es wird alles untergebracht. Am besten, wenn sonst keiner im Haus ist, denn es könnte sonst zum Gerangel mit der Familie kommen. Aufgrund blöder Kommentare mancher Familienmitglieder ist schon so manche Ehe an der heimeligen „Christmas-Decoration“ gescheitert.

Sollte es noch nicht so weit sein, dann geht es noch eine Stufe höher, weil …

Man muss gemeinsam an jedem Adventswochenende verschiedene Weihnachtsmärkte besuchen. Welches von der Logistik her schon manchmal davor schon scheitert. Da werden Termine schon Wochen im Voraus geplant, um nichts zu verpassen. Außerdem erschafft man da auch gleich gutes Material zum Posten bei verschiedenen Quellen.

Zudem müssen auch die Plätzchen, vorneweg 15 verschiedene Sorten, in der ersten Adventswoche fertig sein. Sonst kann keine richtige Stimmung aufkommen und nein, also, gekaufte Plätzchen sind das absolute „no go“. Man beachte vegane Biowaren der Backzutaten und die Berücksichtigung verschiedenen Allergien mancher Familienmitglieder.

Hat man den Gau bis jetzt einigermaßen heil überwunden, sind wir noch lange nicht fertig, weil …

Wir müssen uns unbedingt um den Wunschzettel der Familie kümmern, welcher bei manchen Mitgliedern große Fragezeichen aufwerfen lässt. Kein Problem, wir bestellen nachts beim „Black Friday“ einfach im Internet die ach so tollen Geschenke. Welche meist eine endloslange Lieferzeit haben und dann doch anders aussehen, als auf den Bildern. Erste Enttäuschungen machen sich breit.

Und zu guter Letzt, das perfekte Weihnachtsfestessen planen

Ganz wichtig, rechtzeitig den Riesenturkey von mindestens 7 Kilo bestellen, natürlich in Bioqualität. Ob der dann ins Ofenrohr passt, wurde nicht berücksichtigt. Zudem muss es mindestens ein 5 Gänge-Menü sein, welches die Dame des Hauses 3 Tage mit Vorbereitungen in der Küche stehen lässt. Auf Hilfe wird verzichtet, da es einem schließlich keiner perfekt genug macht.

Da ist sie nun die heilige Zeit, das Nervenkostüm liegt breit. So kann ein Burnout in schnellster Zeit bis Weihnachten entstehen. Wer noch keinen hat, der erarbeite sich diesen, indem er die Ratschläge dieser Geschichte befolgt.

Also, liebe Leser, was heißt das präzise. Wenn 20% dieser Mammutliste erledigt sind, hat man wahrscheinlich einen besinnlichen Advent und geruhsame Festtage.

In diesem Sinne, einen schönen Advent bei Kerzenschein und gemütliche Feiertage mit Ihren Lieben!

 

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